
Betriebsprüfung zur Forschungsprämie: Worauf Prüfer wirklich achten
Die Forschungsprämie wird oft erst Jahre später geprüft. Wer die wichtigsten Prüfungspunkte kennt und sauber dokumentiert, behält die 14 % dauerhaft.
Nicht alles, was technologisch anspruchsvoll ist, gilt als Forschung. Die fünf Frascati-Kriterien entscheiden, ob ein Projekt für die Forschungsprämie qualifiziert.

In aller Kürze
- Die fünf Frascati-Kriterien entscheiden, ob ein Projekt als Forschung und Entwicklung gilt
- Neuartigkeit, schöpferische Tätigkeit, Ungewissheit, Systematik und Reproduzierbarkeit müssen erfüllt sein
- Die Abgrenzung zwischen experimenteller Entwicklung und anspruchsvollem Engineering ist in der Praxis oft entscheidend
- Eine sorgfältige Dokumentation der Kriterien stärkt den Antrag auf die Forschungsprämie
Die österreichische Forschungsprämie ist ein starkes Instrument, setzt aber eine präzise Abgrenzung voraus. Nicht alles, was technologisch anspruchsvoll ist, gilt als Forschung und experimentelle Entwicklung (FuE). Die Grundlage für die Beurteilung bilden die fünf Frascati-Kriterien.
Das Vorhaben muss darauf abzielen, den Stand des Wissens in einer Branche zu erweitern. Es geht um die objektive Neuartigkeit - eine Lösung, die für Fachleute auf diesem Gebiet nicht offensichtlich ist.
Es müssen neue Konzepte, theoretische Modelle oder technische Lösungen entstehen. Reine Routineverbesserungen oder Standardanpassungen sind ausgeschlossen.
Das Ergebnis sowie der Aufwand müssen zu Beginn ungewiss sein. Besteht die Sicherheit, dass das Projekt mit bekannten Methoden erfolgreich abgeschlossen werden kann, fehlt die FuE-Komponente.
FuE ist ein geplanter Prozess. Alles muss dokumentiert sein - von der Hypothese über die Versuchsreihen bis zum Ergebnis.
Die Ergebnisse müssen für andere Fachkräfte nachvollziehbar sein. Der Wissenszuwachs muss im Unternehmen dokumentiert und nutzbar gemacht werden.
In der Praxis ist die Trennung zwischen experimenteller Entwicklung und industriellem Engineering oft schwierig - und genau diese Abgrenzung entscheidet häufig über den Erfolg eines Antrags auf die Forschungsprämie.
Anspruchsvolles Engineering umfasst alle technischen Arbeiten, die notwendig sind, um einen Produktionsprozess in Gang zu setzen oder ein System zum reibungslosen Funktionieren zu bringen. Wenn das Produkt im Wesentlichen festgelegt ist und das Ziel nur noch die Marktreife oder die Optimierung der Fertigung ist, handelt es sich um Engineering - auch wenn die Berechnungen hochkomplex sind.
Experimentelle Entwicklung beginnt dort, wo Engineering an Grenzen stößt. Sobald für die Lösung eines Problems neue wissenschaftlich-technologische Erkenntnisse gewonnen werden müssen oder Feedback-Schleifen zurück in die Forschung nötig sind, weil das System nicht wie erwartet funktioniert, befinden wir uns im Bereich der FuE.
Wichtiger Hinweis: Diese Abgrenzungen sind entscheidend für das FFG-Gutachten. Besonders die Ungewissheit und die Neuartigkeit sollten sehr sorgfältig dokumentiert werden.
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Die Forschungsprämie wird oft erst Jahre später geprüft. Wer die wichtigsten Prüfungspunkte kennt und sauber dokumentiert, behält die 14 % dauerhaft.

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